Mein Saison-Fazit: unfallfrei und gesund die Saison überstanden und die angestrebten Ziele erreicht! Auch dieses Jahr hatte ich verschiedene Höhepunkte, die meine langjährige Erfahrung der Trainingsplanung und -Intensität bestätigt haben. Und die nächste Saison kommt bestimmt!
28. August 2011: Uster Triathlon 2011 – Perle am Greifensee
Der Uster Triathlon gehört zu den fixen Terminen eines jeden Triathlon-Sportlers. Am 28. August 2011 wurde nicht nur um Medaillen und Bestzeiten gekämpft, sondern ebenso trugen die Profis ihre Wettkämpfe um den Schweizer Meister und die Schweizer Meisterin über die olympische Distanz aus.

Reto Schawalder beim Schwimmen
“Die Schweizer Meisterschaften sind auch vorbei. mit dem 3. Platz und somit der Bronzemedaille in meiner Altersklasse bin ich mehr als zufriedenden. Ich hatte ein optimales Rennen und die ersten zwei waren einfach besser.
Am 04.09.2011 steht noch der Tristar 111 in Monte Carlo auf dem Programm – ich freue mich darauf. Danach ist die Saison 2011 auch schon wieder gelaufen.”
04. September 2011: Tristar 111 in Monte Carlo
Beim letzten Rennen dieses Jahres, war nochmals ein Höhepunkt angesagt. Mit Paul und Alexander, sind wir am Sonntag morgen am Start gestanden. Wir drei mit ca. 30 Profis und 600 weiteren Teilnehmern. Den Startschuss optimal erwischt, merkte ich schnell, dass ich mitten bei den Profis am schwimmen war. (Profis trugen goldene Badekappen wir rote). Als zwölfter aus dem Wasser, aufs Rad 100 km, 2000 Höhenmeter, Regen setzt ein und die Strassenverhältnisse wurden kritisch (wie Schmierseife, sehr viele Stürze) . Nach ca. 3 km, war Alexander wieder bei mir.„Ich glaub mich knutscht ein Elch“, wer fährt da vor uns? Lothar Leder erster Mensch, welcher den Ironman unter acht Stunden absolvierte und damals Weltrekord aufstellte. Ganz frech überholten wir ihn, (natürlich beobachteten wir seine Reaktion aus den Augenwinkeln…) wir hatten ihn anschliessend nie mehr gesehen.

Die Laufstrecke verlief über den legendären Formel 1-Kurs von Monaco
Kurz darauf bei km.12 in einer Steigung, Harnadelkurve – kommt Alexander zu Sturz. Musste ihm noch ausweichen. Erst etwa 10 Kilometer später habe ich ihn dann in einer Serpentine unter mir wieder sehen können. Nachdem die Strassen abtrockneten, konnte man auch einige Impressionen aufnehmen. 700 Meter über dem Meer, unter mir Kreuzfahrtschiffe und eine wunderbare Aussicht, waren eine willkommene Abwechslung.
Nach 3 Std. 25 Min. Fahrradzeit ging es auf die Laufstrecke. Auf dem Formel 1 Kurs, an all den legendären Stellen vorbei, welche diese Strecke auszeichnet. Rasquasse, ano domini Jack Brabham in der letzte Kurve jenes Rennen fährt er in die Leitplanken und Jochen Rindt erbt den Sieg. Santuroe, Heidfeld kommt Rosberg ins Gehege. Casino Schumacher dreht sich und schiesst Senna ab. An Start – Ziel vorbei, Albertli (Chef von Monaco) winkt mir nicht zu und das Fürstenhaus, d.h.Prinz Albert hat auch nicht gesagt: „Schön, dass gerade Sie gewonnen haben…) Macht nichts, aber ich war hier. Mit diesen Gedanken ist es mir gelungen, meine Leiden die sich mittlerweile einstellten, gut zu unterdrücken.
Nach 4 Std. 10 Min. endlich im Ziel. Vor mir steht der Gesamtsieger und schwingt den Siegespreis. Rechts und links von mir, Thomas Hellriegel, ehemaliger Sieger Ironman Hawaii und Olivier Marceau Sieger hier in Monaco im letzten Jahr, bei den Fernsehinterviews. Mittendrin, „no-name“ Schawi, Gesamt 14, Sieger AK50 mit 24 Min. Vorsprung auf den Zweiten…

glückliche Finisher...
Nun warte ich auf Alexander und eine tiefe Zufriedenheit stellt sich bei mir ein, als Alexander dann als Dritter ins Ziel kam. Wobei er sah schon recht mitgenommen aus. Aber wer Schawis kennt, weiss, lange dauerte das nicht an. Im Massagezelt mit Thomas Hellriegel und Lothar Leder waren die Strapazen des Rennens schon fast vergessen…
Die grösste Ehre für uns zwei folgte noch, denn als Nelson Kipketer langjähriger Weltrekordhalter über 800 Meter (er lief in einer Staffel) uns gratulierte, fühlten wir uns schon etwas geehrt.
Zur Siegerehrung reichte die Zeit leider nicht mehr aus. Drei zufriedene Finisher, jeder eine Flasche Cola-Light und Chrömli à Diskretion am geniessen…traten die Heimreise an, denn unsere Frauen erwarten uns schon zu Hause.
Monaco war eine Reise wert!
Reto Schawalder